"ISOLATOR NETZEN" e.V.

SIMSONFREUNDE

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Ausfahrt in die Osterzeit

Am vergangenen Wochenende starteten wir zur ersten Ausfahrt in diesem Jahr. Wie es immer so ist, der Termin stand schon lange auf dem Programm aber es kam sooo viel dazwischen, dass erst wieder im letzten Moment die „Vögel“ aus dem Winterschlaf gerissen wurden. Selbst die Kennzeichen kamen erst am letzten Tag rangeschraubt, schließlich braucht man heut zu Tage für alles eine Lizenz.

Unsere „Vögel“ sind auf Feinstaubbildung untersucht, Nahrung kommt nur aus biologischem Anbau (dafür haben unsere Ur-, Ur-, Ur-, Urgroßväter gesorgt, als sie für ihre Ur-, Ur-, Ur-, Urenkel Erdölfelder anlegten). Unsere Vorfahren waren halt sehr weit vorausschauend. Alles konnten sie aber auch nicht erahnen, sonst hätten sie bestimmt schon im 12. Jahrhundert die Start- und Landebahn für den BER gegossen. Nun aber wieder zum jetzt, hier und heute.
Schwälbchen wurde mit seinen Geschwistern sanft an das Sonnenlicht geschoben, das Microfasertuch wischte liebevoll über den Lack, so mancher Tropfen Öl wurde auf die noch müden Gelenke hernieder gedrückt und das frische Lebensnass (natürlich von Hand gemischt) wurde nachgefüllt.

Treffpunkt war 10:06 Uhr an der Kirche in Nahmitz, zu dem auch mein ganzer Mädelhaushalt mit anrückte. Dem Alltagsstress trotzend, blieb doch bei vielen der Terminkalender geschlossen, um nicht Gefahr zu laufen, so manch sinnloser Verpflichtung zuzusagen.

Pünktlich setzte sich der Pulk in Bewegung um die erste Station in Kloster Lehnin anzusteuern, dem dortigen Einkaufsparadies (den Namen darf ich hier nicht benennen, da wir auf unser Homepage noch nicht den Hinweis angebracht haben – diese Seite wird durch Produktplatzierungen unterstützt-) na die, die ihre Lebensmittel lieben! Wer macht das nicht!? Mir fallen da sofort die Liebesperlen ein, die Liebstöckelwürze (für Großstadtkinder Maggi), der LandLiebePudding, dieser Zauberkuchen für Mutti und Vati – Liebesknochen genannt –

Dazu passend das Gedicht:

Bleibt im Bette der Ofen aus,
holt Vati den Liebesknochen raus,
Mutti nascht voller Gier und
Papa wird danach zum Tier!

Oh, ich muss aufpassen hier nicht den Faden zu verlieren, schnell verstrickt man sich doch wieder in Kleinlichkeiten. Auf jeden Fall bestaunten wir dort den neuen fahrenden Dorfladen von Carmen Schmidt. Ich hätte es ja lieber „Der rollende Konsum“ genannt aber dann müsste es ein B1000 sein und …..!
Aber das heutige Warenangebot ist ja sooo groß, da muss halt ein größeres Gefährt her. Und der Wagen ist echt schick und der Tourenplan sehr weiträumig angelegt. Ziel soll es sein, die Grundversorgung der Landbevölkerung sicher zu stellen und auch den einen oder anderen Plausch zu ermöglichen. So ist es halt auf dem Lande. Hier geht’s noch mit Ruhe zu und bei uns gibt es keine Verkehrsopfer, die von wilden Einkaufswagen angefahren werden. Es ist so wunderbar, hier bei uns in der Mark.

Alsbald ging es auch weiter und wir durchstreiften die Natur. Wie es doch duftete, die blühenden Blumen und Bäume und dazu eine frische Brise feinst verbranntem Zweitaktöl, es ist einfach unbeschreiblich. Unsere Tour ging über Göhlsdorf, Plötzin, Werder, Phöben, nach Schmergow, wo wir am Trebelsee eine Rast einlegten.
Hier am Trebelsee schwelgten wir in Erinnerung, als wir im letzten Jahr bei den Filmarbeiten zur Serie „Lotta“ eingespannt waren. Wir waren die Helden mit unseren Maschinen, wie die Mädels Schlange standen um Autogramme von uns zu bekommen, Kinderwünsche wurden vorerst aufgeschoben, unsere Nickis wurden uns vom Leib gerissen, es war Wahnsinn, hätte es sich doch nur so zugetragen.
Zum Ostereiertrudeln sind wir zwar nicht gekommen, denn die bestellte Kieslieferung wurde nicht pünktlich geliefert. Aber das kleine spontane Picknick war herrlich. Westkaffe, Kekse, Salami und gefärbte Eier, mehr braucht man nicht um glücklich zu sein.

Nächste Station sollte eigentlich der Aussichtsturm in den Götzer Alpen sein, was aber aufgrund einer neuen Streckensperrung nicht möglich war. Unsere kleine Vogelschar wollten wir nun auch nicht so unbeaufsichtigt stehen lassen, gerade jetzt, wo wieder der Wolf durch die Wälder schleicht. Somit, aufgesessen, Schwälbchen die Sporen gegeben und zu den Erdelöchern gefahren. Schnell hatten wir einen traumhaften Rastplatz gefunden, direkt am Radwanderweg, welcher an der Havel lang führt. Ach die armen Geschöpfe die sich dort abquälten. Das ist doch kein Sport. Und die Umweltbilanz ist auch erschreckend. Erhöhter CO2 Ausstoß, Mengen von Methangas, Reifenabrieb, Achselnässe und, und, und!
Hier muss doch seitens der Politik eingegriffen werden! Wo kommen wir denn da hin? Ich bin für Fahrrad freie Innenstädte! Nur noch Mopeds, fertig, aus die Maus.
Aber wer hört auf den kleinen Man(n) wenn er groß rauskommen will!?

Letzter Stopp war dann das Event auf dem Kunsthof in Götz. Na ja. Es gab viel gebasteltes, gehäkelte Eierwärmer (ohne Rezept), Duftseife mit Pillingeffekt (man könnte auch duftendes Schleifpapier nehmen), Bio und veganes Bier – also ohne tierische Inhaltsstoffe (ob ich jetzt sagen darf das in meinem Bier eine Biene verendet ist?). Auf unserm Treffen würden wir mit sowas nicht unbedingt punkten. Würde dort Dystom P auftreten, wäre der Hof eine wilde Spielwiese. Nun gut, jeder hat so seine Schwerpunkte im Leben, wir ja auch!
Auf jeden Fall hatten wir einen schönen und vor allem sonnigen Tag, unsere Vögelchen konnten mal wieder zeigen was in ihnen steckt und was auf ihnen sitzt!

Ich wünsche allen noch viele schöne gemeinsame Stunden,

bis bald...

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