"ISOLATOR NETZEN" e.V.

SIMSONFREUNDE

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Jahresabschlussfahrt 2018

Und wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Die Tage werden kürzer, die Nächte gewinnen an Stunden und man schaut mit etwas Wehmut auf das Jahr zurück.
Nun sitze ich hier in Gedanken versunken auf meiner Ofenbank, ziehe an meiner Pfeife und lass den Rauch in Kreisen dahin schweben. Schwälbchen ist schön eingepackt und hält im Schuppen Winterschlaf. Etwas Bequemlichkeit macht sich breit, darum ist mein Aufbau der AWO noch lange nicht so weit. Es kostet viel Energie, dem Langzeitspeicher (kurz - Hirn genannt) Informationen abzurufen, wo jede Schrauben ihren Platz hat und wie die Teile wieder zusammen passen.
Da fällt mein Blick auf den mit königsblauer Tinte vollgesogenen Federkiel und mich dürstet es ein paar Worte zu Papier zu bringen. Und flugs geht es von der Hand…….

Am 8. Dezember 2018 startete der Reisebus mit Freunden und Bekannten in Richtung Wittenberg. Ziel war der Weihnachtsmarkt in der Lutherstadt, welcher eine Reise wert sein sollte. Um auch den kulturellen Wünschen gerecht zu werden, fuhren wir über Bad Belzig. Hier rasteten wir zu Fuße der Burg Eisenhardt. Ein prächtiger Bau, inmitten der Mark Brandenburg. Eine Führung in, um, auf und unten durch, brachte uns die wechselvolle Geschichte der Burg näher. So ist es kaum zu glauben, dass hier mal sächsisches Hoheitsgebiet war. Man hatte schon mal was von Angelsachsen gehört, aber das die Burschen auch in diesen Gewässern ihre Ruten rein hielten, nun ja! Selbst Napoleon streifte in der Zeit seines Größenwahns dieses Gebiet und hinterließ französische Einschläge. Ob mit Kanonen oder kleineren Geschossen, das bleibt hier unkommentiert, obwohl ich mir absolut nicht vorstellen kann wie Franzosen mit sächsischem Dialekt sprechen? Es muss auf jeden Fall schlimm gewesen sein, so dass hier sehr schnell preußische Ordnung hergestellt werden musste und Belzig brandenburgisch wurde. (Das war jetzt eine sehr kurze Wiedergabe der 1.000 jährigen Geschichte von Belzig, aber es ist auf den Punkt gebracht.)
Geschichte macht hungrig und so war das anschließende rustikale Truckerfrühstück auch sehr willkommen. Hier noch einmal ein ganz besonderer Dank an unsere fleißigen Bienchen!

Bald hieß es auch wieder „aufsitzen“ und weiter ging die Fahrt. Noch im Restlicht der blassen Sonne erreichten wir Wittenberg. Was für ein Ort. Hätte Luther hier nicht vor 500 Jahren die Kirchentür vollgenagelt, man würde glauben eine etwas belebte Kreuzung zu besuchen. Wo sind nur all die Menschen? Wir schritten durch die einzige Einkaufsstraße und waren fast allein. Der Weihnachtsmarkt war in seiner Größe auf die Anzahl der Einwohner angepasst. Es war so`n richtig kleiner, kuscheliger Markt. Schnell hatte man die Gegend erkundet und da, da waren sie!!! Im Einkaufscenter der Stadt drängten sich die Wittenberger Bürger!
Und ich kann heute nicht mehr mit Gewissheit sagen, ab wann der Zeitpunkt kam, wo alles anders war. Plötzlich war es dunkel, die Leute waren fröhlich, der 20te Glühwein schmeckte, der Kinderchor sang furchtbar schräg, man kaufte bereitwillig überteuerte Speisen, traf Freunde und begrüßte die als ob man sich Jaaaaahre nicht gesehen hatte, selbst das Riesenrad mit seinen 2,89 m Standhöhe erschien uns riiiiieeeeesig, man stritt sich mit genervten Verkäufern, es war ….. es war auf einmal alles richtig schööööööön. Die zum Anfang ewig scheinenden vier Stunden Aufenthalt, waren so schnell vergangen und man wollte länger bleiben. Nur ungern bestiegen wir den Bus, um die Heimreise anzutreten. Eine kurze Vollzähligkeitskontrolle und ab ging die Fahrt. Hier möchte ich gern unserm Busfahrer Michael danken, welcher uns sicher nach Hause brachte. Mit ein, zwei Zwischenstopps erreichten wir wieder sicher unser zu Hause und verabschiedeten uns mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Ok, für unsere Partymäuse war natürlich noch nicht gleich Schluss und sie probten schon mal für die Silvesterparty!

Auf jeden Fall war es wieder ein schöner Jahresausklang und im nächsten Jahr, da geht’s auf nach Sachsen!!!! newoahr (is sächsisch und heißt so viel wie „na da freuen wir uns jetzt schon mal druf“).

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