"ISOLATOR NETZEN" e.V.

SIMSONFREUNDE

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Wer zweimal heiratet!?

Liebe Freunde des guten Zweitaktduftes, in der Szene auch „Parfüm de Motör“ genannt (bitte mit leicht nasal gehauchtem französischen Akzent aussprechen)! Es ist wieder passiert!
In Zeiten von wilder Ehe, Lebensformen die sich einen Rasierer teilen oder gar wo er sich ihr`s und sie sich sein`s annähen lässt, fand eine kirchliche Trauung in der Dorfkirche von Grebs statt. Unser schon vorab unter staatlicher Aufsicht verbundenes Paar, Juliane und Ralf Töpfer, gaben sich unter der Obhut von Gott erneut das Ja Wort. Um den Tag auch komplett zu machen, wurde der bereits vorhandene Spross der jungen Familie getauft und somit in die Christliche Gemeinschaft aufgenommen. Welch ein selten gewordener Moment, in einer Gesellschaft, die so gar nicht mehr recht weiß wo ihre Wurzeln liegen. Wir sind nicht das Morgenland, wir sind hier im Osten, wo das Licht herkommt. Auf der Weide steht noch das Mitteleuropäische Rind, jüngst vom neu eingebürgerten Wolf hungrig beäugt. Hier isst man noch Schweineschnitzel ohne Reue, der Spargel wird nur deswegen von anderen europäischen Mitbürgern vom Feld gestochen, weil es in unseren landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften einen Fachkräftemangel gibt. Ich möchte das Thema hier nicht unnötig aufheizen, schließlich haben wir genug mit der Erderwärmung zu tun, da muss man das Feuer nicht noch künstlich schüren.

Was ist eine kirchliche Trauung? Lasst mich hier doch auch etwas den erzieherischen Aspekt anklingen. Weiß denn noch einer um die Bedeutung der Ehe vor Gott? Heute wo Steuern hinterzogen werden, man der Verwaltung oft Untätigkeit vorwirft und man aufgrund hoher Abgaben, oftmals etwas flunkert, kann man(n) sich auch schon mal im Standesamt versprechen. Da sagt man schnell mal was, was man kurze Zeit später bereut, meistens schon wenn die Holde beim Torte anschneiden die Hand oben liegen haben will. Aber in der Kirche? Ein Gotteshaus was noch aus alten märkischen Feldsteinen erbaut wurde, mit Holzbänken die schon viele Generationen von Gläubigen getragen / ertragen haben und dem Pfarrer, der alles über einen zu wissen scheint. Hier sollte man sich hüten falsches Zeugnis abzulegen. Bei wem es jetzt klick macht, richtig, es ist das 8. Gebot. Früher reichten noch 10 Gebote aus um den Menschen die Schranken des Lebens aufzuzeigen. Heute gibt es eine Gesetzesflut, dass man schon Pfadfinder sein muss, um erst mal das richtige Gesetzblatt zu finden.

Kurz um! Eine kirchliche Trauung ist eine sehr ernste Angelegenheit. Sollte sich einer der zwei Mitspieler nicht an sein Versprechen halten, ich sage euch, da geht’s ab. Achterbahn fahren ist dagegen Baby! Ich möchte hier gar nicht zu viel verraten, etwas Spannung muss ja erhalten bleiben. Darum hallen Großmutters Worte immer noch nach, prüfe wer sich ewig bindet, bevor er sich verstrickt. Ich habe es als Lebensweisheit aufgefasst, auch wenn Oma dabei immer das Strickzeug in den Händen hielt.

Jetzt wollen wir dem jungen Brautpaar mal nix unterstellen. Das Glück ist vollendet worden, der Pfarrer sprach manch mahnendes Wort und so streifen wieder zwei eng verbundenen Menschen gemeinsam durch das Leben. Dem Brautpaar haben wir einen ordentlichen Empfang vor der Kirche bereitet. Eine kleine Hürde auf dem Weg zum gemeinsamen Glück wurde bereitet, so dass sich das die Zwei den Weg freischneiden mussten. Alles geschah natürlich unter großer Achtsamkeit und Einhaltung sämtlicher Arbeitsschutzbestimmungen. Da sieht man wo Profis arbeiten. Uns bleibt nur noch einmal auf diesem Wege alles Gute für die Zukunft zu wünschen, viel Schaffenskraft beim Bau des gemeinsamen Nestes (bei dem Namen könnte man eher sagen, der neuen Töpferei) und das die Störche noch zahlreich um euer Haus kreisen mögen.

Naaa, wie hab ich da noch die Kurve gekriegt?

Der Storch, horch, horch!

Es grüßt euch...

Der kleine Tierfreund

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