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SIMSONFREUNDE

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Gedanken zur Weihnachtszeit

Hallo ihr lieben Leserinnen und Leser, heute möchte ich euch an ein paar Gedanken zur Weihnachtszeit teilhaben lassen. Ok, ganz freiwillig ist das nun nicht, der Druck etwas zu schreiben ist schon enorm. Nein, nein, am Geld liegt das nicht, es gibt ja nix für die in Worte gepackten Gedanken. Naja, im nächsten Leben machen wir vieles ganz anders.

Aber nun kommen wir mal zum Thema...

Heute ist der 4. Advent, das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu, wir haben Corona und die Leute, die da anders denken haben eine schwere Grippe. Homeoffice ist jetzt der Renner. Ich habe das heute auch gleich so umgesetzt und den Tag dazu genutzt, den Brennholzvorrat aufzustocken. Nebenbei lief das Radio und was war drin? Schlagerradio.

Das ist oftmals schon ne harte Nummer. Wissen die, die sich Künstler nennen, überhaupt was sie da so aus ihrer Kehle quetschen? Da ist das Lied „Die Fischer aus San Juan“! Hat der die Zeit verpennt? Es gibt Fangquoten und Fisch kommt aus der Dose. Die Zeiten, in der die Fischfangflotte in Rostock tonnenweise den Fisch anlandete, die sind vorbei. Selbst Krabben lassen wir in China puhlen. Und warum? Weil die Dinger so untermaßig gefangen werden, dass die norddeutsche Fischerfrau diese nicht mehr mit ihren krummen Fingern zu fassen bekommt. Dann singt Tommy Steiner, so heißt das goldene Kehlchen, dass zwei Fischer zur Insel fuhren und dort nicht ankamen. Ja warum wohl? Wir haben Klimaerwärmung, der Meeresspiegel steigt und die Insel ist abgesoffen. Weg isse. Man muss doch mal mit der Zeit gehen. Die Armen Jungs, jetzt kurven die wahrscheinlich immer noch über die Meere. Hier wäre jetzt Freddy Qinn dran mit „Junge komm bald wieder“!.

Das nächste Ding „Du bist so heiß wie ein Vulkan“. Na sag doch mal, welcher Mann tut sich das freiwillig an. Wer möchte, dass seine Angebetete täglich ausbricht wie ein Vulkan? So ein Stress. Dann spuckt die vielleicht auch noch Lava und die Bude brennt. Gerade jetzt, wo Rauchmelder in jeder Wohnung Pflicht sind. Das piept ja nur noch.

Zum Glück stand ich am Holzspalter und hatte alle Hände voll zu tun, ansonsten hätte ich dem Volksempfängernachfolgemodell den Strom geklaut. Das war das reine Antiaggressionstraining.
Richtig homöopathisch war dagegen Ronny mit „Hohe Tannen“. Das ist noch richtiges Volksliedgut. Tiefe Stimme, ne Bassgitarre dazu und eine Singgeschwindigkeit, wo das Efeu schon nach der ersten Strophe sich um die Beine geschlängelt hat.
Und schon sind wir bei der Pflanzenwelt. Heute traute ich meinen Augen nicht, als ich schon die ersten Frühblüher sich gen Himmel strecken sah. Was ist denn jetzt falsch gelaufen? Hat Leonardo da Vinci es etwa geschafft die Welt aus den Angeln zu heben oder hat die alte Zwiebelbrut sich den Wecker falsch gestellt? Hallo? Ihr seid zu früh dran! Der Winter, eigentlich ist es ja noch ein Altweibersommer, ist aber auch echt milde. Ich kann gar nicht verstehen warum einige Erdenbürger schon morgens die Standheizung fauchen lassen. Na gut, Mimosen gibst überall.

Nun aber zum eigentlichen Weihnachtsgeschehen.

Was geschah vor über 2000 Jahren?

Maria und Joseph trampten von Nazareth nach Betlehem, weil sie dort zur Volkszählung erscheinen mussten. Joseph, der sich aus steuerlichen Gesichtspunkten nicht umgemeldet hatte und seine Erstwohnung in Betlehem jährlich bei der Steuer geltend machte, hatte da jetzt echt die Brille uff. Also zottelte er mit seiner Verlobten Maria los, die zudem auch noch schwanger war. Heute könnte man das von keinem mehr verlangen. Andere würden sagen, lest doch einfach die Mikrochips aus, welche uns die Russen bei der letzten Impfung eingepflanzt haben. Aber so weit war man damals noch nicht. Auch schien es normal zu sein, dass man per Hand auflegen schwanger wurde. Wie wir alle wissen, waren alle Hotels, Hostels, Motels und Zeltplätze belegt. Na wer von uns hätte sich da in einen Stall niedergelassen? Dann noch mit zwei Eseln? Einer mit langen Ohren und der andere, na ja, er war ja dann ein lieber Vater. Und dann passierte es in der Heiligen Nacht, Jesus ward geboren. Total unspektakulär. In der Bibel steht nix, dass Maria vorher noch bei einem Geburtskurs war oder Joseph sie zu einem Geburtsmurmelgipsabdruck überredet hatte. Nix. Flupp, war er da der klene Scheißer. Heute spielen sich vorher Dramen ab. Wo sind wir gelandet. Warum ist nichts mehr gut genug? Maria windelte den kleinen Scheißer in Leinen. Heute sind es atmungsaktive und saugstarke Windeln, die ein Umweltproblem darstellen. Kurz gesagt, die Scheiße verrottet nicht. Wir sind doch viel zu bequem geworden aber wollen eine heile Welt. Wir sollten doch mal langsam umdenken und nicht alles als selbstverständlich hinnehmen.

Nun weiter in der Geburtsgeschichte. Die Geburt sprach sich in Windeseile rum und schon war die Bude voll. Hirten brubbelten rum, Schafe meckerten, Reisende gafften, Engel sausten ums Stalllicht alle wollten das Kind bestaunen. Na so einen Auflauf hätte heutzutage die Oberschwester der Geburtsstation sofort unterbunden. Aber anders wie Mozart, der erst später am Klavier bewies das er ein Wunderknabe war, hatte Jesus sofort die gewisse Ausstrahlung. Und er war was Besonderes. Er konnte Blinde sehend machen, Lahme konnten wieder gehen, er war ein Heiler. Warum er jetzt Wasser zu Wein verwandelte und nicht zu Bier? Ok, einen Fehler kann man sich ja mal erlauben. Aber was der Junge da vollbrachte, sowas geht heute nur mit Abitur, Studium und viele Jahre des Experimentierens in den Praxen.

Nun aber zur Freude des glorreichen Handwerks. Man konnte nachweisen, dass Jesus zuvor einen richtigen Beruf gelernt hatte und zwar Zimmermann. Bei Ausgrabungen fand man im Kinderzimmer seines Elternhauses noch Überreste von Hobelspäne. Überlieferte Zeugenaussagen berichten, er hätte goldene Hände gehabt. Ich vermute ja bald, dass nicht der Spielzeugmacher Geppetto der Vater von Pinocchio war, sondern Jesus. Bestimmt hat er das Patent auf die quasselnde Holzpuppe verkauft, um sich so das Selbststudium als Wunderheiler zu finanzieren. Ja auch damals musste man ein ordentliches Finanzpolster haben, um einfach mal so durch die Lande zu ziehen. Es waren damals halt harte Zeiten. Wer auf Reisen ging tat dieses per Sandale oder auf einem Esel. Sonen Feuerstuhl wie eine Simson, das gab es früher noch nicht. Und so war man halt lange unterwegs und musste sich genau überlegen, welche Reise man macht und wie oft. Bei ca. 37,687 Jahren durchschnittlicher Lebenserwartung, da konnte man keine Urlaubsreise machen, bei der man 423 Tage unterwegs ist. Und heute? Rein in den Flieger, ein paar Stunden Flug und man steigt da wieder aus wo man eingestiegen ist. Es geht heute alles nur noch schneller, billiger und all inclusive.

Und da finde ich, liegt der Sinn der Weihnachtszeit. Einfach mal den Hauptschalter umlegen, innehalten und schauen was eigentlich notwendig ist um glücklich zu sein. Oftmals reicht da schon ein selbst gebackener Keks, ne Tasse Muckefuck und die guten alten Filzpantoffeln an den Benen. Wir meckern über die Ausgangsbeschränkungen und fühlen uns bevormundet. Hallo! Wir haben jeden Tag zu Essen, ein Dach über dem Kopf und vor allem ….. wir leben noch.

(Hier bau ich jetzt ne 10-minütige Lesepause ein, damit mal jeder genug Zeit zum Nachdenken hat!)

Ich wünsche allen eine frohe Weihnachtszeit, viele Geschenke ……. ach so, wisst ihr warum manche Kinder nur kleine Geschenke bekommen???? Jaaaaa, in manchem Bengel steckt nun mal kein Engel. Das ist es nicht nur, es liegt am Kamin. Der Weihnachtsmann kommt mit dem Coca-Cola Truck angebraust, steigt aufs Dach und zwängt sich dann durch den Schornstein. Nun liebe Kinder, wer hat denn noch einen Schornstein im oder am Haus???? Bei soner Brennwerttherme schaut nur ein kleines Abgasrohr heraus. Und wie bitte soll sich da der Weihnachtsmann mit einer Autorennbahn oder einem Puppenhaus durchpressen? Naaaa? Darum gibt’s nur noch kleine Geschenke. Und wer mir nicht glaubt, der sollte einfach mal aufpassen, wenn die Heizung zu Weihnachten STÖRUNG anzeigt!!

Könnt ihr mir glauben.

So, jetzt wieder schnell den Faden aufnehmen…. Ich wünsche allen ein frohes Fest und dieses Jahr wird es mit Abstand das schrägste Silvester was wir erlebt haben.

Bleibt gesund.

Euer kleiner Tierfreund

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